QM-System der HFU

 

Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

Gemäß dem Landeshochschulgesetz Baden-Württemberg hat die HFU unter Gesamtverantwortung der Hochschulleitung ein Qualitätsmanagementsystem eingerichtet. Die Qualitätspolitik der HFU ist bestimmt durch die Beachtung des Subsidiaritätsprinzips und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (z.B. Kultusministerkonferenz, Akkreditierungsrat).

 

Bei der Umsetzung der Vorgaben und Weiterentwicklung der Hochschule wird auf eine starke Einbindung aller Beteiligten Wert gelegt. Das Thema Qualität ist als wichtiges Element in den hochschulpolitischen Diskussionen zwischen Hochschulleitung und Hochschulrat verankert.

 

Um eine hohe Qualität und Leistungsfähigkeit im Bereich Studium und Lehre zu sichern, werden die Strukturen und Leistungsprozesse der HFU kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt. Der Fokus des Qualitätsmanagementsystems der HFU liegt schwerpunktmäßig auf dem Kernbereich Studium und Lehre, der ebenfalls vielfältige Schnittstellen zu den weiteren Kernbereichen der Hochschule - Forschung & Entwicklung sowie Weiterbildung - aufweist.

 

Die Qualität in Studium und Lehre wird neben der Leistung in den Fakultäten und Studiengängen auch durch die zentralen Serviceabteilungen, wie z.B. das Prüfungs- und Zulassungsamt, das International Center, das Informations- und Medienzentrum sowie das Language Center erbracht und unterstützt.

 

Das Qualitätsmanagementsystem der HFU gründet im Wesentlichen auf vier Säulen:

  1. Verbindliche Festlegung und Dokumentation der Prozesse
  2. Gremienarbeit und -beschlüsse
  3. Qualitätsregelkreise auf allen Ebenen der Hochschule im Bereich Studium und Lehre
  4. Externe Maßnahmen und Verfahren der Qualitätssicherung.


Diese vier Säulen des Qualitätsmanagementsystems sollen nun in ihrer Grundstruktur kurz vorgestellt werden:

 

Verbindliche Festlegung und Dokumentation der Prozesse

Die qualitätsbestimmenden Prozesse, welche an der HFU den Ablauf von Studium und Lehre festlegen, sind in die folgenden Bereiche gegliedert:

  • Zentrale Management- und Führungsprozesse
  • Kernbereich Studium und Lehre
  • Unterstützende Prozesse.

 

Alle relevanten Prozesse für den Bereich Studium und Lehre sind in FINDO, dem „Furtwangener INformations- und DOkumentationssystem“ übersichtlich dargestellt.

Gremienarbeit und Beschlüsse

Viele Entwicklungs-, Veränderungs- und Controllingvorgänge werden an der HFU laut Landeshochschulgesetz in den Gremien behandelt. Die Gremien auf Fakultäts- und Studiengangsebene nehmen eine wichtige Rolle in Bezug auf die hochschulinterne Wissenskommunikation ein. Auf Fakultätsebene sind für jeden Studiengang Studienkommissionen eingerichtet. Darüber hinaus verfügt die Mehrheit der Studiengänge über einen Beirat, dem externe Vertreter aus Industrie und Wissenschaft angehören.

Um die Förderung und Sicherung der Qualität in Studium und Lehre strukturell zu verankern und kontinuierlich zu verbessern, wurden an der HFU zusätzlich folgende Ausschüsse geschaffen:


Zentraler Prüfungsausschuss (ZPA):

Aufgabe des ZPA ist die Koordination der einheitlichen Anwendung der Studien- und Prüfungsordnung (SPO) und die Behandlung von studiengangsübergreifenden Prüfungsangelegenheiten. Darüber hinaus stellt der ZPA die Umsetzung aller externen Vorgaben bzgl. Prüfungsrecht und Modularisierung sicher.


QM-Board:
Das QM-Board hat für die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems sowie für die Gesprächs- und Qualitätskultur an der Hochschule eine zentrale Funktion, da es sowohl hochschulweit geltende Qualitätsstandards und Verfahren beschließt, als auch das Best-Practice-Sharing zwischen den Fakultäten fördert. Die Anbindung des QM-Boards an die Fakultäten und den Senat ist durch die personelle Besetzung gegeben. Zu den Mitgliedern des QM-Boards zählen neben Vertretern aus den Fakultätsvorständen auch Mitglieder des Rektorats und der Verwaltung sowie zwei studentische Vertreter.


Dekanerunde:
In diesem Gremium arbeiten Fakultätsvorstände und Hochschulleitung eng zusammen. Es werden strategische Themen diskutiert, zukünftige Änderungen im Hochschulumfeld und Problemstellungen im Bereich Studium und Lehre analysiert sowie gemeinsame Lösungsansätze besprochen.

 

Qualitätsregelkreise auf allen Ebenen der Hochschule

Die Regelkreise im Bereich Studium und Lehre beziehen sich auf die folgenden Ebenen:

  • Ebene Lehrveranstaltung/Modul (Qualitätsverantwortliche: Professoren)
  • Ebene Studiengang (Qualitätsverantwortliche: Studiendekane)
  • Ebene Fakultät (Qualitätsverantwortliche: Fakultätsleitung)
  • Ebene Hochschulleitung (Qualitätsverantwortliche: Rektorat).

 

Basierend auf dem dezentralen Steuerungsansatz der HFU werden auf den einzelnen Ebenen der Regelkreise die jeweiligen Stärken und Kompetenzen der zuständigen Qualitätsverantwortlichen optimal genutzt und deren Eigenverantwortung gefördert.

 

Die Arbeit auf Ebene der Qualitätsregelkreise wird durch die Phasen des Qualitätsmanagement-Zyklus (Zielvorgabe > Durchführung und Umsetzung > Monitoring der Zielerreichung > Festlegung von Maßnahmen bei Differenzen zwischen Zielvorgabe und –erreichung > Dokumentation) bestimmt. 

 

Verzahnung zu einem Qualitätsregelkreissystem

Durch Qualitätssicherungsverfahren und Kommunikationsschnittstellen wird die Verzahnung aller Ebenen im Sinne eines hochschulweiten Qualitätsregelkreissystems sichergestellt. Ein wichtiges Instrument stellt hierbei der jährliche Qualitätsbericht des Studiengangs dar, durch den die Ebenen Studiengang, Fakultät und Hochschulleitung miteinander verknüpft sind.

 

Ziel des Qualitätsmanagementsystems an der HFU ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der im Sinne einer Qualitätskultur von allen Hochschulmitgliedern getragen wird. Lehrende, Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter, Verwaltungspersonal, Absolventen sowie Vertreter aus der Industrie haben regelmäßig die Möglichkeit, sich an diesem Entwicklungsprozess zu beteiligen. So wird die Kommunikation und Partizipation aller Beteiligten sichergestellt.

 

Externe Verfahren und Maßnahmen der Qualitätssicherung

In regelmäßigen Abständen stellt die HFU sicher, dass die externe Perspektive auf die Hochschule durch Verfahren der Qualitätssicherung mit externer Beteiligung zu einer adäquaten Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems genutzt wird.


Zu den Verfahren und Maßnahmen zählen unter anderem:

  • das Systemakkreditierungsverfahren mit der ACQUIN e.V. (2010 – 2013)
  • das Auditverfahren der institutionellen Qualitätssicherung mit der evalag,
  • Evaluationsagentur Baden-Württemberg (2009 – 2011)
  • das Audit zur familiengerechten Hochschule
  • das HRK Audit „Internationalisierung der Hochschulen“
  • die Einrichtung von Industriebeiräten auf Fakultätsebene
  • Das HFU-Peer Review-Verfahren zur studiengangsbezogenen Qualitätsprüfung.

 

 

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